Zukunftsprozess der Erzdiözese Salzburg

Der Zukunftsprozess

„Erneuerung der Erzdiözese Salzburg durch lebendige Christengemeinden“ war das Motto der Diözesansynode 1968. Damals hat sich die Kirche von Salzburg nach dem II. Vatikanischen Konzil neu aufgestellt. Der Schwerpunkt lag auf der Beteiligung vieler. Neue Gremien, Pfarrgemeinderat, Pastoralrat, Kommissionen für die verschiedenen Bereiche wurden eingerichtet.


Beim Zukunftsprozess 2018 wollten wir uns nach 50 Jahren vergewissern, ob wir weiterhin zukunftsfähig aufgestellt sind. Diesmal fiel die Entscheidung bewusst für einen Zukunftsprozess, da ein Prozess Dinge anstoßen und in Bewegung bringen soll. Dieser ist dann zu Pfingsten 2016 gestartet und zu Ruperti 2018 beendet worden.

 

Unter dem Motto „Gott und die Welt“ wurden folgende Ziele formuliert: 

  • Wir wollen, dass das Wort Gottes immer mehr zum Mittelpunkt allen kirchlichen Handelns wird (vgl. Evangelii Gaudium).
  • Wir wollen mehr Liebe in die Welt bringen – all unser Denken, Sprechen und Tun messen wir daran.
  • Wir wollen als Gemeinschaft wachsen.
  • Wir wollen eine Sprache sprechen, die von den Menschen in den unterschiedlichsten Lebenswelten verstanden wird.
  • Wir wollen Voraussetzungen schaffen, die es attraktiv machen, sich hauptamtlich und ehrenamtlich zu engagieren.
  • Wir wollen Neues erproben, Manches lassen, Kostbares wertschätzen und weitertragen.


Unter den drei Gesichtspunkten hören-beten-handeln wurde Folgendes in Angriff genommen:

Zukunftsprojekte:

Mit dem Start 2016 ging an Pfarren und Einrichtungen die Einladung Zukunftsprojekte zu überlegen und einzureichen. Zukunftsfähiges zu erproben war das Anliegen. 42 Projekte wurden beim Zukunftsfest am 22. September in der Kollegienkirche präsentiert.

 

Ressourcencheck:

Mit dem Start begann auch der Ressourcencheck: Wer und was steht uns in Zukunft zur Verfügung? Und wie können wir die Ressourcen (Personal, Objekte, Finanzen) in Zukunft optimal einsetzen? Das waren die Leitfragen für die Arbeitsgruppen.

 

Reputationsstudie:

Eine empirische Untersuchung der Universität Salzburg zur öffentlichen Wahrnehmung der Katholischen Kirche in Österreich und in der Erzdiözese Salzburg war für uns ein wichtiges Hinhörprojekt.

 

Lernwochen:

Schnell zeigte sich, dass die entscheidende Ressource der Erzdiözese das Personal ist. In Lernwochen haben wir 2017 und 2018 neue Formate in der Weiterbildung erprobt und so z.B. erstmalig 250 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Priester und Laien gemeinsam) in St. Virgil zu einer Fortbildungswoche versammelt.

 

Arbeitsgruppen:

Zu speziellen Themen wie Nachhaltigkeit, Qualität in der Pastoral, Ressourcencheck, Seelsorge in der Stadt und zu sieben weiteren Thementöpfen bildeten sich Arbeitsgruppen.

 

Beratungstage mit dem Erzbischof:

Am 8. Und 9. Mai und am 19. Juni 2018 gab es Beratungstage mit dem Erzbischof. Alle Arbeitsgruppen und auch Einzelpersonen waren eingeladen, Anliegen und Handlungsempfehlungen einzugeben. Diese wurden von den circa 100 Delegierten aus allen Beratungsgremien der Erzdiözese diskutiert und bewertet. Viele Ideen, die weiterwirken können, kamen zusammen und werden in einer Dokumentation zusammengefasst werden.

 

Leitprojekte:

In einer Klausur vom Konsistorium und der Steuerungsgruppe des Zukunftsprozesses haben wir uns schließlich auf sechs Leitprojekte geeinigt, die das Konsistorium dann beschlossen und der Erzbischof bestätigt hat. Sie sind für die Erzdiözese verbindlich.

  • Regionalisierung
  • Missionarische Pastoral
  • Junge Kirche
  • Qualität in der Pastoral
  • Weiterbildung
  • Neuordnung Personalagenden
     

 

Koordinationsteam:

Balthasar Sieberer (Leiter)

Maga Mirjam Scherer (Projektentwicklung und Projektmanagement) bis 5/2018
Mag. Kurt Sonneck (Projektentwicklung und Projektmanagement) bis 9/2017
Christoph Artner-Sulzer MA(Projektentwicklung und Projektmanagement) seit 9/2017
Maga Monika Stockhammer (Projektentwicklung und Projektmanagement) seit 5/2018
Erika Reiter (Sekretärin)

  

Steuerungsgruppe:

Christoph Artner-Sulzer (Projektkoordination)
Lucia Greiner (Seelsorgeamtsleiterin)
Florian Huber (Kath. Jugend)
Rainer Hangler (Pfarrer PV Gasteinertal)
Josef Lidicky (Finanzkammerdirektor)
Elisabeth Mayer (Präsidentin Katholische Aktion)
Mona Mràz (Pastorale Mitarbeiterin Erl, Niederndorf)
Josef Pletzer (Pfarrer PV Maxglan u. Taxham)
Roland Rasser (Generalvikar)
Monika Stockhammer (Projektkoordination)
Balthasar Sieberer (Projektleiter)
Kurt Sonneck (Leiter Amt f. Kommunikation)
Otmar Stefan (Ombudsmann)
P. Virgil Steindlmüller (Pfarrer PV Lammertal)
Heidi Zikulnig (Pressereferentin Erzbischof)
Klaudia Achleitner (Moderation)
Erika Reiter (Sekretariat Zukunftsprozess)

Stand Juli 2018
 
 
Eine übersichtliche Darstellung all dessen, was sich im Zukunftsprozess 2018 getan hat, finden Sie im Prozessdesign